{"id":9802,"date":"2017-04-27T12:37:00","date_gmt":"2017-04-27T10:37:00","guid":{"rendered":"https:\/\/alaev-lueneburg.de\/alawordpress\/?p=9802"},"modified":"2025-06-16T12:39:24","modified_gmt":"2025-06-16T10:39:24","slug":"jahresbericht-2016","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/alaev-lueneburg.de\/alawordpress\/jahresbericht-2016\/","title":{"rendered":"Jahresbericht 2016"},"content":{"rendered":"\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Jahresbericht 2016<\/h2>\n\n\n\n<p><strong>Jahresbericht 2016 des 1. Vorsitzenden,<\/strong><br>vorgetragen auf der Mitgliederversammlung am 27. April 2017 im Br\u00f6msehaus<\/p>\n\n\n\n<p>Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Mitglieder!<\/p>\n\n\n\n<p>Ich m\u00f6chte Ihnen von einigen Themen, die dem Vorstand im letzten Jahr wichtig waren, berichten. Ebenso von den Aufgaben und T\u00e4tigkeiten, mit denen wir uns besch\u00e4ftigt und wo wir uns durch Anfragen, Vorschl\u00e4ge oder Kritik engagiert haben.<br>In L\u00fcneburgs Innenstadt hatte man den Eindruck (und hat ihn noch), dass an allen Ecken und Enden gebaut wurde (bzw. wird). Warum, l\u00e4sst sich kurz so zusammenfassen: L\u00fcneburg als Stadt ist bekannt und beliebt, die Kredite sind noch g\u00fcnstig, und es gibt F\u00f6rderprogramme. In sehr vielen F\u00e4llen von baulichen Ver\u00e4nderungen haben wir uns eingeschaltet und gek\u00fcmmert sofern wir davon erfahren haben, sei es im Ausschuss f\u00fcr Bauen und Stadtentwicklung, sei es im Bauamt. Das kostete viel Zeit, war aber leider<br>nicht immer so erfolgreich wie gew\u00fcnscht. Wir haben dar\u00fcber gelegentlich in unseren Mitglieder-Infobriefen berichtet. Einige Objekte, die uns besch\u00e4ftigt haben, m\u00f6chte ich erw\u00e4hnen:<\/p>\n\n\n\n<p>Mit <strong>Am Stintmarkt 2<\/strong>, aus Ruinen wieder auferstanden, ist auch die wichtige Hafenrandbebauung wieder geschlossen worden. Wir hatten ja von Anfang an hier eine Rekonstruktion gefordert. Vom m\u00e4chtigen <strong>Viskulenhof<\/strong> in der Salzstra\u00dfe am Wasser existiert ja leider nur noch ein Restgeb\u00e4ude. Dessen Fassaden-Umgestaltung kann man im Gro\u00dfen und Ganzen goutieren. Allerdings bringen die sehr langen Belichtungs- und Loggienschlitze eine gewisse Unruhe in die Dachfl\u00e4che.<br>Aus dem Haus <strong>Egersdorffstra\u00dfe 1a<\/strong> soll ein Hotel mit einer Whisky-Destillerie werden. Zeitweilig hatte es seinen Status als Baudenkmal verloren, f\u00fcr dessen Wiederherstellung der ALA dann gesorgt hatte. In der<br>letzten Zeit haben wir uns einige Male mit der \u00e4u\u00dferen Gestalt des Destillerie- Geb\u00e4udes besch\u00e4ftigt \u2013 Soll es m\u00f6glichst auff\u00e4llig sein oder eher angepasst?<br>Die Fassade <strong>An den Brodb\u00e4nken 8<\/strong> hat in wesentlichen Teilen eine Rekonstruktion erfahren, besonders gut an der wiederentstandenen zweigeschossigen Utlucht erkennbar. Bauhistorisch interessant ist hier, dass sich an der Fassade ein fr\u00fcher (16. Jh.?) vorhandener Erker nachweisen l\u00e4sst. Curt Pomp hatte schon vor Jahren (s. AUFRISSE Nrn. 8 und 24) an einigen H\u00e4usern der Innenstadt nachgewiesen, dass es dort derartige Erker gab.<br>Im Haus <strong>Neue S\u00fclze 3 <\/strong>sollen 14 Ferienwohnungen entstehen. Die dadurch erforderliche Entkernung ist von einem Ausma\u00df, wie man es seit Jahrzehnten nicht mehr erlebt hat. Unter dem rabiaten Vorgehen hat im Nachbarhaus auch eine gerade restaurierte Panoramatapete (1814) von nationaler Bedeutung Schaden genommen. Das Innere des Geb\u00e4udes Nr. 3 steht nicht unter Denkmalschutz. Aber auch beim \u00c4u\u00dferen hat es bedauerliche Ver\u00e4nderungen gegeben, f\u00fcr die die neue Nutzung urs\u00e4chlich ist. Hinter dem Haus befindet sich ein gro\u00dfes Gartengrundst\u00fcck. F\u00fcr dessen Bebauung gab es bereits einen, bisher aber nicht realisierten Plan. So werden einstweilen dort nur die 14 Carports f\u00fcr die G\u00e4ste-PKW geschaffen.<br>Auch zum Gartengrundst\u00fcck und seinem \u00f6kologischen, kleinklimatischen Nutzen &#8211; sofern es sparsam bebaut bleibt &#8211; haben wir Stellung genommen. Einmal mehr wird man mit der <strong>Problematik der Ferienwohnungen<\/strong> konfrontiert. Nicht nur weil historische Geb\u00e4ude unter einer Umwandlung leiden<br>k\u00f6nnen. So engagiert sich einerseits die Stadt L\u00fcneburg bei der Schaffung von mehr Wohnraum, andererseits entstehen st\u00e4ndig neue Ferienwohnungen, die dem angespannten Mietwohnungssektor entzogen werden. Eine Innenstadt lebt nicht zuletzt auch durch eine ausreichende Zahl an dort dauerhaft wohnenden Menschen, sonst ver\u00f6det sie nach Gesch\u00e4ftsschluss. Diese Meinung vertritt der ALA schon lange und nicht nur beim Thema Ferienwohnungen.<\/p>\n\n\n\n<p>Der Vorstand war der Meinung, dass sich der ALA k\u00fcnftig auch um das Gebiet zwischen L\u00f6segraben und Westbahngleisen k\u00fcmmern sollte. Wir haben das im letzten AUFRISSE-Heft schon angesprochen. Zurzeit gibt es eine Ver\u00e4nderungssperre, damit ein Bebauungsplan aufgestellt werden kann. Was in diesem Bereich ohne stadtplanerische Beeinflussung weiter passieren k\u00f6nnte, ahnt man, wenn man sich dort die Geb\u00e4ude L\u00fcner Damm 8, Altenbr\u00fcckerdamm 14 oder die An der Wittenberger Bahn ansieht.<br><br>Die marode <strong>Mauer der Herberge zur Heimat Beim Benedikt<\/strong>, die ebenso wie das Geb\u00e4ude unter Denkmalschutz steht, muss dringend saniert werden. Wir haben das schon einige Male erw\u00e4hnt. Inzwischen geht es dort voran, jedenfalls in planerischer und bauvorbereitender Hinsicht. Daf\u00fcr<br>sorgt eine sehr engagierte Projektplanerin. Ein Architekt ist inzwischen auch herangezogen worden. Wir waren einige Male beratend t\u00e4tig und konnten z.B. zwei Bezugsquellen f\u00fcr alte Backsteine vermitteln. Wir wollen das Projekt mit einem namhaften Betrag bezuschussen.<\/p>\n\n\n\n<p>Der ALA hat auch 2016 wieder recht ansehnliche Zusch\u00fcsse f\u00fcr L\u00fcneburger Bauvorhaben und Restaurierungen gegeben bzw. zugesagt. Das betrifft Wandmalereien in der Papenstra\u00dfe 5, zwei Au\u00dfent\u00fcren beim Haus <strong>Neue S\u00fclze 24<\/strong> und eine Stuckdecke<strong> Am Markt 5<\/strong>.<\/p>\n\n\n\n<p>Am Tag des offenen Denkmals 2016 beteiligten wir uns mit einem Informations- und Verkaufsstand im Hof des Rote-Hahn-Stifts, zusammen mit dem Arch\u00e4ologischen Verein und dem Ortskuratorium der Deutschen Stiftung Denkmalschutz. Ein paar Kinder von ALA-Mitgliedern f\u00fchrten historische<br>Kinderspiele auf. Mit dem Ortskuratorium gab es wieder eine Zusammenarbeit bei Vortr\u00e4gen<br>und F\u00fchrungen. Auf unserer Seite hat sich hier ganz intensiv Herr Sellen in Sachen Architekt Franz Kr\u00fcger und beim Thema Geschichte der Lambertikirche eingebracht.<br>Auch mit dem Arch\u00e4ologischen Verein L\u00fcneburg gibt es eine Verabredung zur k\u00fcnftigen gelegentlichen Zusammenarbeit. Die Alte Handwerkerstra\u00dfe verlief diesmal erfolgreich. Das konnte man von der Vorg\u00e4ngerveranstaltung nicht sagen. Die hatte (wie ja immer) viel Arbeitsaufwand und Kosten erfordert, aber kaum etwas f\u00fcr unsere Spendenkasse eingebracht. Es schien damals, als g\u00e4be es eine Art Trend zu<br>kontinuierlich nachlassendem Publikumsinteresse. Sollte man also mit dieser Veranstaltung aufh\u00f6ren und sich auf den Christmarkt konzentrieren?<br>Einige von uns wollten das nicht zulassen und entwickelten neue Ideen und Aktivit\u00e4ten. So bildeten sich Arbeitsgruppen zur Entlastung des Vorstandes. Ein Schwerpunkt war die ver\u00e4nderte Au\u00dfendarstellung der Veranstaltung: ein neues Plakat, Internetauftritte, mehr Presseerkl\u00e4rungen. Der ALA sollte deutlicher als bisher als Veranstalter bekannt werden. Es wurde auch intensiv nach neuen Handwerkern und anderen Teilnehmern gesucht. Das und andere Aktivit\u00e4ten zeigten Wirkung. Die Veranstaltungsstra\u00dfen waren,<br>sofern Ordnungsamt und Brandschutz es zulie\u00dfen, gut mit Handwerkern und H\u00e4ndlern best\u00fcckt. Auf gro\u00dfes Interesse des Publikums stie\u00dfen beispielsweise die vier Schmiedest\u00e4nde, die Seilerbahn oder die Schafhalterin mit ihren Tieren. Die Besucherzahlen waren besser als im Vorjahr und damit auch unsere Spendeneinnahmen. Ein sch\u00f6ner Erfolg, f\u00fcr den der Vorstand allen Helfern und anderen Beteiligten ausdr\u00fccklich dankt!<br>Die Beliebtheit unseres Christmarktes erwies sich als ungebrochen. Er scheint ein Selbstg\u00e4nger zu sein, was wir auch in fr\u00fcheren Jahren schon festgestellt haben. Das Wetter war wirklich sehr gut, die Spendeneinnahme f\u00fcr den ALA ebenso. Wir k\u00f6nnen daher wie bisher gr\u00f6\u00dfere Betr\u00e4ge als Zusch\u00fcsse f\u00fcr die Erhaltung L\u00fcneburger Bau- und Kulturdenkm\u00e4ler aufwenden. Auch dieser Erfolg war nur m\u00f6glich durch den Einsatz vieler freiwilliger Helfer.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Zum Schluss ein paar Mitteilungen in K\u00fcrze:<\/strong><br>Der Vorstand hat Herrn Pomp und mich als beratende Mitglieder in den st\u00e4dtischen Bauausschuss entsandt. An sieben Sitzungen, zu denen wir eingeladen wurden, habe ich teilgenommen. Vierzehnmal hat sich der Vorstand zu gemeinsamen Sitzungen getroffen.<br>Hinzu kamen wie immer etliche Au\u00dfentermine, also z.B. Besichtigungen, Beratungen, Gespr\u00e4che im Bauamt und anderswo. Sie betrafen nat\u00fcrlich nicht immer alle Vorst\u00e4ndler gleichzeitig oder gleichm\u00e4\u00dfig.<br>Herr Sellen hat drei Info-Briefe geschrieben und mit Hilfe von Frau Preu\u00df f\u00fcr die Herausgabe unserer Zeitschrift AUFRISSE gesorgt. Frau Preu\u00df hat in unserem B\u00fcro dem Vorstand wieder vieles an Arbeit und<br>Organisatorischem abgenommen.<br><\/p>\n\n\n\n<p>F\u00fcr den Vorstand<br>Christian Burgdorff<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Aufgaben und T\u00e4tigkeiten, mit denen wir uns besch\u00e4ftigt haben und wo wir uns durch Anfragen, Vorschl\u00e4ge oder Kritik engagiert haben.<\/p>\n","protected":false},"author":6,"featured_media":9806,"comment_status":"open","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[10],"tags":[],"class_list":["post-9802","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-ala-berichte"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/alaev-lueneburg.de\/alawordpress\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/9802","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/alaev-lueneburg.de\/alawordpress\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/alaev-lueneburg.de\/alawordpress\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/alaev-lueneburg.de\/alawordpress\/wp-json\/wp\/v2\/users\/6"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/alaev-lueneburg.de\/alawordpress\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=9802"}],"version-history":[{"count":2,"href":"https:\/\/alaev-lueneburg.de\/alawordpress\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/9802\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":9805,"href":"https:\/\/alaev-lueneburg.de\/alawordpress\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/9802\/revisions\/9805"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/alaev-lueneburg.de\/alawordpress\/wp-json\/wp\/v2\/media\/9806"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/alaev-lueneburg.de\/alawordpress\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=9802"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/alaev-lueneburg.de\/alawordpress\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=9802"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/alaev-lueneburg.de\/alawordpress\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=9802"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}